Stille Orte Irland

 

Die stillen Orte Irlands (2).  Jetzt, da die dunklen Monate beginnen, da die dünne Zeit naht, da die Schleier zwischen dieser Welt und der Anderswelt faden-scheinig werden, in diesen Wochen vor Samhain, besuchen wir auf Irlandnews die stillen, die dunklen und die dünnen Orte Irlands. In loser Folge zeigen wir im Lauf des Oktobers und Novembers einige unserer stillen Lieblingsorte. Heute:

 

St. Matthews Church
Glebemarsch, Lisheen, County Cork

 

Stille Orte Irlands

Das Gräberfeld der ungetauften Kinder

Kurz bevor der River Ilen in den Atlantik mündet, fließt er breit und träge am alten Aughadown Graveyard vorbei und trennt diesen von der kleinen Insel Inishbeg. Hier werden seit dem Mittelalter Menschen aus der Roaringwater Bay bestattet.

Die anglikanische St Matthews Church in Glebemarsh wurde im Jahr 1814 eingeweiht und nur bis 1872 benutzt. An ihrer Stelle hatte schon im Mittelalter ein Kirchenbau gestanden.

Heute ruht die Ruine im alten Friedhof unter einer dichte Efeu-Decke, umgeben von anglikanischen, katholischen und methodistischen Gräbern. Nur die Krähen krächzen dort noch ihr heißeres Lied. Die Gemeinde singt betet längst in der 1872 eingeweihten Kirche von Church Cross, wo die Organisten bis heute die alte Orgel aus Glebemarsh spielen. Südlich der Friedhofsmauer am Flussufer wissen die Alten noch von einem Gräberfeld, in dem die Überreste der ungetauften Kinder liegen.

 

Eure stillen Orte

Als LeserInnen seid Ihr eingeladen, hier Eure eigenen stillen Orte zu zeigen: Deine Mail mit Foto und kurzer Beschreibung bitte an markus@irlandnews.com.

 

Sarkophage auf dem Aughadown Graveyard. Blick über den River Ilen nach Inishbeg Island.

 

Fotos: Markus Bäuchle